Wien, eine Stadt mit Schmäh

Die Einwohnerzahl von Wien steigt jedes Jahr um 30.000 Menschen an. Jeder, der hier sein sein Auskommen sucht, zählt zu den Glücklichen, sagen Umfragen. Was ist es, das Wien so besonders macht und der Hauptstadt Österreichs den Titel der lebenswertesten Stadt auf der ganzen Welt eingebracht hat? Selbst der „Economist“ ein führendes britisches Wochenblatt mit den Schwerpunkten Politik und Wirtschaft hat diese Position bestätigt.

Einer der Gründe für Wiens Anziehungskraft ist die Sauberkeit. Im Wiener Stadtgebiet sind mehr als 1000 Straßenfeger im Einsatz und halten Parks, Wege und öffentliche Plätze pieksauber. Für die über 123 Millionen Zigarettenkippen, die jährlich auf den Wiener Straßen entsorgt werden, stehen Unmengen von Aschenbechern und Abfallbehältern bereit. 450 sogenannte Waste-Watcher haben Müllsünder im gestrengen Auge und können Bußgelder von 50 Euro verhängen oder die Delinquenten sogar anzeigen.

Ein zweiter Aspekt für die Beliebtheit Wiens ist die ständig sinkende Kriminalitätsrate. Diese hat bereits im zweiten Quartal 2018 den tiefsten Stand seit zehn Jahren erreicht. Insbesondere die Statistiken von Einbrüchen, Gewaltdelikten und Fahrzeugdiebstählen zeigen einen immensen Rückgang. Diese Erfolge sind zum großen Teil der Präventionsarbeit der Wiener Polizei zu verdanken. Doch auch die 7500 Polizisten, die in der Stadt überall präsent sind, sorgen für mehr Sicherheit. Für das Jahr 2019 ist es geplant, zusätzlich eine polizeiliche Reiterstaffel einzusetzen.

Die Donau, die das Stadtbild überall kennzeichnet, sorgt für eine erholsame Atmosphäre und bietet Möglichkeiten zum Wassersport. Das innerstädtische Verkehrsnetz von Wien kann mit günstigen Preisen und kurzen Taktzeiten punkten.

Dass die Wiener große Kunstfreunde sind, ist kein Geheimnis. Es gibt gleich drei Opernhäuser und eine kaum überschaubare Anzahl von Museen und Theatern. Die Wiener Staatsoper ist das Stammhaus der weltbekannten Wiener Philharmoniker. In der Wiener Neustadt finden alternative Theaterschaffende wie Paulus Manker eine Plattform.

Doch das größte Geheimnis der Wiener Lebensart sind die Kaffeehäuser. Mit einem Melange und Wiener Schmäh gibt sich der Gast hier in aller Ruhe der Zeitungslektüre hin. Wo gibt es das heutzutage noch?

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