Reiseziele in Europa im Trend

Europa steht wieder auf der Liste der Top-Reiseziele deutscher Touristen. Das hat mit der zum Teil prekären Sicherheitslage in manchen der klassischen Urlaubsländer zu tun, aber auch mit den steigenden Kerosinpreisen. So suchen viele Urlaubswillige ihr Glück an den Stränden Europas.

Statistiken beweisen zwar, dass die Deutschen ihre Urlaubsziele nicht nur der günstigsten Preise wegen auswählen, jedoch spielt die Kaufkraft am Urlaubsort eine wichtige Rolle.

Am meisten für sein Geld bekommt der deutsche Tourist in Bulgarien. Dort liegen die Preise der Leistungen des Hotel- und Gaststättengewerbes etwa 60 Prozent unter dem deutschen Niveau. Den zweiten Platz hält Ungarn mit 44 Prozent, gefolgt von Kroatien mit immerhin noch 35 Prozent günstigeren Preisen als zu Hause. Selbst Spanien kann noch mit 22 Prozent Ersparnis aufwarten. Die Niederlande weisen etwa das gleiche Preisniveau auf wie Deutschland. Teurer wird es dann in den nördlichen Teilen Europas, wobei hier Island an der Spitze liegt. Etwa 60 Prozent höher als in deutschen Landen gestalten sich hier die Preise. Schweden liegt etwa im Mittelfeld mit etwa 30 Prozent und in Frankreich liegen die Preise nur etwa 6 Prozent höher als daheim.

Trotz allem ist der Reisewille der deutschen Urlauber ungebrochen. Spanien hält noch immer den Rang des beliebtesten Reiseziels inne, danach rangieren Italien und Österreich auf den Plätzen zwei und drei. Am Ende der Tabelle stehen Polen, die Benelux-Länder und der charmante Nachbar Frankreich. Ein Blick nach Deutschland selbst zeigt, dass die Regionen in und um Oberbayern an der Spitze der Beliebtheitsskala liegen. Insgesamt zeigt sich der Trend, dass die Deutschen zwar immer noch gerne in den Urlaub fahren, aber gleichzeitig sparsamer geworden sind. So ist auch das eigene Heimatland wieder zu einem attraktiven Ziel geworden. Insbesondere Familien mit Kindern zieht es an die Ostsee statt ans Mittelmeer und in den Teutoburger Wald statt zu den Pyramiden. Doch gereist wird nach wie vor mit Begeisterung.